Über die neue Digital Twin Plattfom stellt AUMA umfangreiche Gerätedaten in einem standardisierten Austauschformat zur Verfügung. Diese Daten schaffen die Voraussetzungen für eine durchgängige Digitalisierung von AUMA Produkten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg.
Wir nutzen dazu standardisierte Verwaltungsschalen (engl. Asset Administration Shells, AAS), die in der IEC 63278 definiert sind. Sie weisen den direkten Weg zu vollständigen, aktuellen und maschinenlesbaren Produkt‑ und Instanzdaten. Diese Informationen stehen jederzeit und an jedem Ort zur Verfügung. Alle verfügbaren Informationen zu einem AUMA Produkt lassen sich somit in digitaler Form schnell und unkompliziert abrufen und in vielfältiger Weise nutzen.
Verwaltungsschalen sind die technische Grundlage für interoperable und digitale Zwillinge (englisch Digital Twin) von Geräten, Anlagen und Softwarekomponenten. Hersteller können die Verwaltungsschalen ihrer Produkte immer weiter ergänzen. Von einem Digitalen Zwilling spricht man, wenn nicht nur Gerätedaten abgerufen werden können, sondern wenn über die Verwaltungsschale auch Parameter des Gerätes verändert werden können.
Die Verwaltungsschale mit ihrem offenen, interoperablen Datenformat und den jederzeit verfügbaren Produktdaten schafft dabei die ideale Basis für die Umsetzung des Digitalen Produktpasses (engl. Digital Product Pass, DPP). Er wird von der EU im Rahmen der Ökodesign-Verordnung (Ecodesign for Sustainable Products Regulation, ESPR) gefordert. Ziel ist, die Transparenz und Nachverfolgbarkeit von Produkten zu erhöhen und somit die Transformation in Richtung digitale und nachhaltige Industrie voranzutreiben.
Typ-Verwaltungsschalen beziehen sich auf AUMA Produktfamilien, wie zum Beispiel die TIGRON Baureihe. Sie beinhalten wichtige generische Referenzdaten zu der jeweiligen Baureihe.
Diese Daten vereinfachen Spezifikations- und Planungsprozesse und sind insbesondere für Armaturenhersteller, Anlagenplaner und Anlagenbauer nützlich.
Über eine Instanz-Verwaltungsschale stehen detaillierte Informationen zu einem konkreten, physischen AUMA Gerät zur Verfügung.
Anlagenbetreiber und Instandhalter können diese Daten über standardisierte Schnittstellen in Asset Management Systene importieren und für Instandhaltung und Service nutzen.